20.02.26 –
Beim Politischen Aschermittwoch der Oberallgäuer Grünen wurde auch 2026 wieder Klartext gesprochen. Die Spitzenpolitiker Felix Banaszak und Johannes Becher übten scharfe Kritik an der Bundes- und Landesregierung. Kurioses und Unerhörtes aus der Regionalpolitik benannten Christina Mader und Thomas Gehring. Vor Gästen aus ganz Schwaben kritisierten die Reden der vier Versäumnisse bei der Bahninfrastruktur, den Einfluss der Gas-Lobby und die Verwerfungen von „König Söder" – und zeigten Alternativen auf.
Kritik an der Energiepolitik: Lobbyismus statt Zukunft
Banaszak warf der CDU vor, mit dem geplanten „Netzpaket“ den Ausbau der Erneuerbaren gezielt zu bremsen. Katherina Reiche, „die Abrissbirne der Energiewende", betreibe Politik für die Gas-Lobby. „Statt auf fossile Altlasten zu setzen, brauchen wir einen Turbo für Wind- und Solarenergie, mit vereinfachten Genehmigungen und mehr Bürgerenergie-Projekten“, sagte der Bundesvorsitzende der Grünen in Fischen. Es brauche endlich einen pragmatischen und kostengünstigen Umbau, der die Abhängigkeit von fossilen Energien beendet.
Bahn-Chaos: kein Zufall, sondern verfehlte Politik
Der Zustand der Deutschen Bahn wurde besonders scharf verurteilt: „Wenn es nur eine halbe Nacht schneit, bricht der Fernverkehr zusammen. Das ist kein Zufall, sondern das Ergebnis jahrzehntelanger Vernachlässigung“, kritisierte Banaszak. Er forderte gleiche Investitionen in Schiene und Straße und eine echte Verkehrswende.
Kritik an der bayerischen Landesregierung: nur Symbolpolitik statt Lösungen
Johannes Becher, stellvertretender Fraktionsvorsitzender im Bayerischen Landtag, thematisierte Söders Fehlleistungen: „Während der Ministerpräsident von Mini-AKWs fantasiert, verschwendet er Steuergelder für Showveranstaltungen. 130.000 Euro für ein Weihnachtskonzert mit Florian Silbereisen – das ist kein christlich-soziales Handeln, sondern reine Selbstinszenierung.“ Auch dessen Hubschrauberflüge durch ganz Bayern verurteilte er scharf: „Teuer, unnötig, fernab von jeglicher Bodenhaftung. Typisch Söder eben." Statt Symbolpolitik forderte er Investitionen in Bildung, bezahlbaren Wohnraum und eine moderne Infrastruktur.
Wahlaufruf: mehr Frauen, bessere Politik
Auch das Allgäu-Duo Christina Mader und Thomas Gehring zeigte sich wieder in bester Aschermittwochs-Manier: Klar, kämpferisch und lokal verankert knöpften sie sich die Verfehlungen der hiesigen Politik vor. Landratskandidatin Christina Mader zog eine provokante Analogie: „Bei der CSU ist nichts christlich und nichts sozial – genauso wenig wie Leberkäse tatsächlich Leber oder Käse enthält“. Sie bezeichnete den anstehenden Kommunalwahltermin am 8. März, dem Weltfrauentag, als „Wählt‑Frauen‑Tag“ und rief dazu auf, mehr Frauen in politische Ämter zu bringen.
Text: Marion Wenzel
Bilder: Lucian Lacher
So berichtete die Allgäuer Zeitung über den Abend:
So berichtete der Kreisbote:












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