Grüne kritisieren Auslaufen des bayerischen Holzbauförderprogramms

„Das ist ein Frontalangriff auf den Klimaschutz“

04.03.26 –

Pressemitteilung – Das 2022 als zentraler Baustein der bayerischen Klimastrategie eingeführte Holzbauförderprogramm wird Ende 2026 ersatzlos auslaufen. Neue Anträge werden bereits jetzt nicht mehr angenommen. Die Grünen kritisieren das plötzliche Ende der Förderung und warnen vor den Folgen für Klimaschutz, regionale Wirtschaft und Handwerk.

Das Programm sollte den Einsatz von Holz als nachhaltigen Baustoff stärken und damit einen Beitrag zur CO₂-Reduktion leisten. Pro Kubikmeter verbautem Holz werden rund eine Tonne CO₂ gespeichert. Gleichzeitig profitierten zahlreiche Akteure entlang der Wertschöpfungskette – von Waldbesitzern über Sägewerke bis hin zu Planern und Zimmerern – von den Fördermitteln. Die aktuelle Auftragslage im Handwerk ist ohnehin angespannt; das Aus der Förderung verschärft die Situation zusätzlich.

„Die Streichung des Holzbauförderprogramms ist ein Frontalangriff auf Klimaschutz und unsere regionale Wirtschaft“, erklärt Christina Mader, Landratskandidatin der Grünen im Oberallgäu. „Holz ist ein Schlüsselrohstoff für die klimaneutrale Zukunft Bayerns. Statt Fördergelder zu streichen, müssen wir Anreize schaffen, um die gesamte Wertschöpfungskette zu stärken – vom Wald bis zum fertigen Haus.“ Bisherige Erfolge des Programms dürften nicht leichtfertig aufs Spiel gesetzt werden. „Die Staatsregierung hat mit diesem Programm bewiesen, dass ökologisches Bauen und soziale Infrastruktur Hand in Hand gehen können. Jetzt wird es einfach sang- und klanglos begraben – ohne Alternative und ohne transparente Kommunikation. Das ist kein verantwortungsvoller Umgang mit Steuergeldern und den Herausforderungen unserer Zeit.“

Auch die Landtags-Grünen sind alarmiert. Für sie ist das Ende der Holzförderung ein weiterer Beleg für die Abkehr der Staatsregierung vom Klimaschutz: „Nach der Energiewende jetzt die nächste Blockade: Die Union zeigt, dass sie weder beim Strom noch beim Bauen verstanden hat, was Klimaschutz bedeutet“, sagt Ursula Sowa, Landtagsabgeordnete und Fraktionssprecherin für Bau bei den Grünen. Statt Wandel zu gestalten, verteidige sie auch hier Strukturen von gestern.

Die Grünen fordern, das Programm zu verlängern und auszubauen. „Holzbau ist nicht nur klimafreundlich, sondern schafft auch schnell bezahlbaren Wohnraum und entlastet die Kommunen“, so Mader. „Wenn die CSU hier kneift, muss sie erklären, wie sie ihre eigenen Klimaziele erreichen will – oder ob sie diese längst aufgegeben hat.“

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