Die Kandidaten der „Offenen Grünen Liste“ 

für den Gemeinderat Rettenberg

Rettenberger Grüne nominieren ihre Kandidaten für den Gemeinderat 

Rettenberg – Je vier Frauen und vier Männer treten auf einer „Offenen Grünen Liste“ bei der Kommunalwahl im März als Kandidaten von Bündnis90/Grüne für den Rettenberger Gemeinderat an. Bislang sind die Grünen mit 2 Mandaten im Rettenberger Kommunalparlament vertreten. 
 
Das gestiegene Interesse an „grüner“ Politik auf Gemeindeebene stellten die Sprecher des Ortsverbandes der Grünen, Barbara Herlein und Jan Ludewig fest. Beide sind zuversichtlich, dass nicht nur die bisherigen zwei Gemeinderatsmandate bei der anstehenden Kommunalwahl durch die Wähler bestätigt werden, sondern dass  ein dritter Sitz gewonnen werden kann. Gemeinderat Gerhard Honold betonte, dass im Kommunalparlament konstruktiv und lösungsorientiert mit den Vertretern der anderen Wahlgruppierungen und Parteien zusammengearbeitet werden soll – dies habe sich bereits in den vergangenen Legislaturperioden bestens bewährt. Im Fokus müsse eine positive und nachhaltige Entwicklung der Gemeinde und ihrer Ortsteile stehen. 

                                  Zukunft Grünten, Umgehungsstraße, Turnhalle 

Gemeinderätin Barbara Herlein stellte klar, das sich „grüne Politik“ in Rettenberg nicht auf das Thema „Grünten“ reduzieren lasse. Hierzu habe der Ortsverband ein „Positionspapier“ erarbeitet, dass den Diskussionsstand innerhalb der Rettenberger Grünen darstellen würde. Ortssprecher Jan Ludewig betonte, dass es Ziel sein müsse, die verhärteten Fronten innerhalb der Gemeinde durch faire, umweltverträgliche Kompromisse bei der Umsetzung des Projekts Grünten einander anzunähern , um letztendlich eine tragbare Lösung für Umweltschutz, Tourismus und ökonomische Belange finden zu können. Einig waren sich die Versammlungsteilnehmer auch, dass auf die Gemeinde große Herausforderungen wie z.B. der Bau einer möglichen Ortsumgehung, der Neubau einer Turnhalle usw. zukommen Hier sehen sich die Grünen gefordert, den Spagat zwischen Bedarf und nachhaltiger, zukunftsorientierter Umsetzung meistern zu können. 

                                  Grüner Stammtisch 

Alle Kandidaten beschließen, dass künftig ein regelmäßiger „Grüner Stammtisch“ zum politischen Diskurs stattfinden soll, der möglichst viele Gemeindebürger ansprechen und einbinden soll. Fern von vorgegebenen und festen Themen, soll hier der Dialog  „offen“ und auf informeller Basis geführt werden. Die amtierenden Gemeinderäte versprechen sich davon auch, dass somit das Zustandekommen von Gemeinderatsbeschlüssen transparent dargestellt werden kann und die Bindung zur starken „grünen Basis“ vertieft wird.  
Ein erster „Grüner Stammtisch“ wird am 16. Januar  um 19.30 Uhr in der  Jagdhütte Kranzegg stattfinden. Ein weiterer „Stammtisch“ Ende Februar soll zum Austausch mit Bürgermeisterkandidat Nikolaus Weißinger genutzt werden.  

Stellungnahme Ortsverband zum Thema „Grünten“

 

Die aktuellen Pressemitteilungen von Gegnern und Befürwortern verfolgen wir im Ortsverband Rettenberg sehr genau. Wir spürten und spüren, dass kaum ein Thema so kontrovers, emotional und intensiv diskutiert wird wie dieses. Wir erleben eine zunehmende Polarisierung hierzu und eine Konzentration der Diskussion hierauf. Der Fokus auf weitere relevante Entscheidungen geht hierdurch leider verloren. Den Verzicht von Familie Hagenauer auf die Walderlebnisbahn, um „damit einer weiter fortschreitenden Polarisierung innerhalb der Bevölkerung entgegentreten..1“ begrüßen wir sehr.

Es ist jedoch weiterhin Gebot der Stunde, die Umsetzung des Projektes „Grünten“ realistisch und verantwortungsvoll umzusetzen. Sämtliche Prognosen der Klimaforschung besagen, dass ein auch ein Winterbetrieb am Grünten in naher/mittlerer Zukunft trotz Beschneiungsanlagen nicht mehr zu erwarten sein wird. Es gilt, einen Konsens zwischen einer kommerziellen Nutzung und sämtlichen Belangen der Umwelt zu finden sowie ökologische und ökonomische Interesse zu vereinen. Wir Rettenberger Grüne wollen gemeinsam Kompromisse finden, in denen sich die mittlerweile verhärteten Fronten zwischen Befürwortern und Gegner des Projektes wiederfinden können.

Wir Grünen in Rettenberg sagen deshalb Ja,

  • Zu einem moderaten, umweltverträglichen Winterbetrieb am Grünten
  • Zum Abbau der alten Liftanlagen und Umrüstung auf umweltfreundlicheren Betrieb der Liftanlagen
  • Zur Reduktion der Flächen für den Wintersport zum Schutz der Gipfelregion
  • Zu einem Verkehrskonzept „Besucherlenkung“ mit dem Ziel, viele individuelle Einzelanfahrten übrig werden zu lassen
  • Zu einer konzeptionellen Verbesserung/Anbindung an einen benutzerfreundlichen und günstigen ÖNPV
  • Zu Kombi-Angeboten Lift und ÖPNV-Tickets
  • Zu einem regelmäßigen Austausch zwischen Vermietern, Handel, Wirtschaft, Gemeinde, Jagd, Forst, Landwirtschaft, Umweltverbänden
  • Zu Konzepten zur Besucherlenkung im Winter (Skifahrer, Winterwanderer, Schneeschuh- und Tourengänger)

wir sagen JA

  • Zu einem Sommerbetrieb, reduziert auf das ökonomisch Unerlässliche und das ökologische zwingend Notwendige
  • Zur Lenkung der Sommerbesucher durch Wanderwege/-pfade, Biketrails etc. mit entsprechender Ausschilderung
  • Zu einem Neubau der Grüntenhütte, wenn hierdadurch Besucherlenkung unterstützt und ökologische Infrastruktur des Hüttenbetriebes gewährleistet wird
  • Zum unversiegelten Ausbau von attraktiven Parkflächen, die ein Befahren der vorhandenen und künftigen Alpwege durch Besucher/Nutzer verhindern
  • Einem Einbinden von Einzelhandel, Tourismus, Interessensverbänden, um einen sanften Tourismus am Grünten als Leitmodell zu sichern
  • Zu Besuchern/Gästen, die den Grünten als „Familienberg“ sehen und nutzen, sich dessen emotionale Bedeutung für die Region bewusst sind, die Umwelt und eine umweltverträgliche Ausrichtung der künftigen Tourismuskonzepte im Allgäu akzeptieren
  • Zu einem Vorzeigeprojekt, das ökologische und ökonomische Bedürfnisse vereint
  • Zu einem Nutzungsmodell, das weit über die Gemeindegrenzen Beachtung erfahren soll

Um diese Zielsetzungen erreichen  zu können, sagen wir in der Hoffnung auf einem breiten Konsens zwischen allen Belangträgern NEIN

  • zu einem Spaß- und Eventberg „Grünten“ – auch keinen schleichendenden Ausbau zu diesem
  • zu allen Anlagemodulen und zukünftigen Erweiterungen, die diese Ausrichtung fördern könnten
  • zu einem Projekt ohne direkte Lenkungsmaßnahmen
  • zu allen Dumping-Angeboten, was die Preisstruktur der Liftanlagen betrifft und zu einer signifikant höheren Besucherzahl führt
  • zu einem unstrukturierten und ökologisch gefährlichen Sommerbetrieb
  • zu jeglicher All-inclusive-Philosophie

Wir sehen das Projekt Grünten richtungsweisend für den Aufbau eines sanften Tourismus im Allgäu sein, wenn

  • deutlich mehr sensible Gebiete am Grünten geschützt, diese ausgewiesen und kontrolliert werden
  • ein unbefugtes Betreten dieser sanktioniert wird
  • die Chance zu einer Umstrukturierung des Schutzwaldes ergriffen wird
  • Land-, Forst- und Jagdwirtschaft sich aktiv in diese Zielsetzung einbringen

 

Ortsverband Rettenberg

Werte Mitbürgerinnen und Mitbürger der Gemeinde Rettenberg,

Aufgrund der hervorragenden und engagierten Arbeit der "grünen" Gemeinderäte in den letzten Amtsperioden des Gemeinderats und der hohen Zustimmung bei allen Wahlen in letzter Zeit auf Kommunal-, Landes- und Bundesebene, wird der Ortsverband Rettenberg von Bündnis90/Grüne wieder eine offene "grüne" Liste für die Kommunalwahl im März 2020 aufstellen.

Hierzu laden wir alle Bürgerinnen und Bürger ein, die an "Grünen" und nachhaltigen Themen auf Gemeindeebene interessiert sind und sich dafür engagieren wollen.   

Wir stehen für
*       einen Erhalt und den Schutz der bisher noch intakten und lebenswerten Umwelt unserer schönen Gemeinde
*       eine nachhaltige Entwicklung unserer Gemeinde,  wirtschaftlich und touristisch - mit Augenmaß und intensiv abgewogenen Entscheidungen
*       eine generationsübergreifende, soziale Versorgung auf dem Lande
*       einen konsequenten und schnellen Ausbau des Öffentlichen Personen-Nahverkehrs zur guten Anbindung aller Gemeindeteile
*       eine verantwortliche, nachhaltige und lösungsorientierte Herangehensweise an die vielen anstehende Aufgaben

Wir wissen, dass in der Gemeinde Rettenberg maßgebliche und richtungsweisende Entscheidungen zu touristischen Großprojekten, zu
Verkehrsmaßnahmen, zur Energiewende und zu demographischen Entwicklungen anstehen. Diese wollen und werden wir konstruktiv, lösungsorientiert, realistisch, kompromissbereit und mit dem richtigen Fokus zwischen Umwelt, Mensch und Wirtschaftlichkeit begleiten.
Für uns ist eine offene, faire und erfolgreiche Zusammenarbeit im Gemeinderat, mit der Gemeindeverwaltung, Vereinen, Verbänden, Interessensgemeinschaften und Bürgern die Grundlage für erfolgreiche Kommunalarbeit.

Sie wollen aktiv diese Entscheidungen mitgestalten und sich kommunalpolitisch engagieren? Dann sind Sie bei uns richtig.

Die Nominierungsveranstaltung für unsere Gemeinderatskandidatinnen und - kandidaten findet am 08.01.2020 um 20:00 Uhr im Brauereigasthof Adler-Post, Rettenberg statt.  
Wir freuen uns über Persönlichkeiten aus dem Gemeindegebiet, die sich mit unseren Zielen identifizieren und ihren Beitrag dazu leisten wollen, für weitere 6 Jahre "grüne" Themen in die die Kommunalpolitik einfließen zu lassen.

Gez. Barbara Herlein / Jan Ludewig

 

Rettenberger „Grüne“ mit neuem Vorstand

Kommunalwahl 2020 mit „offener Grüner Liste“

Rettenberg – Barbara Herlein und Jan Ludewig  sind für die nächsten zwei Jahre Sprecher des Ortsverbandes Rettenberg von Bündnis 90/Grüne, als Beisitzerin wurde Annegreth Fabry-Dorner von den Mitgliedern gewählt.
                                  „Offene Grüne Liste“ für Kommunalwahl 2020
Ziel  der Rettenberger „Grünen“ wird laut Jan Ludewig und Barbara Herlein sein, mindestens wieder zwei oder gar mehr  Mandatsträger  über eine „offene Liste“ im Rettenberger Gemeinderat zu platzieren. Aufgrund der hohen Stimmenzahlen für Bündnis 90/Grüne im Gemeindegebiet Rettenberg bei den vergangenen Wahlen sei dieses Ziel laut Ludewig „absolut realistisch“. Bereits Monate vor der Kommunalwahl hätten Bürger aus Rettenberg und den Orsteilen Interesse gezeigt, sich aktiv in die Gemeindepolitik einzubringen. Der stetige Zuwachs an Mitgliedern und Unterstützern ist das Ergebnis. Die offizielle Nominierungsversammlung des Ortsverbandes ist für Anfang Januar vorgesehen. Rettenberger, die sich für die „offene Grüne Liste“ interessieren oder eine Kandidatur für den Gemeinderat in Erwägung ziehen, können sich direkt an Herlein/Ludewig wenden (Kontakt auch über das Internet unter www.gruene-oa.de)

„Positionspapier Grünten“ und Ortsumgehung
                 
Barbara Herlein und Gerhard Honold berichteten über Aktuelles aus dem Rettenberger Gemeinderat. Thema der Mitgliederversammlung der Rettenberger Grünen war natürlich auch der Sachstand, was die Planungen für den Grünten betrifft. Hier äußerten die Anwesenden die Hoffnung, dass alle Akteure weiterhin Kompromissbereitschaft zeigen, um den Spagat zwischen ökonomischen und ökologischen Ansprüchen verantwortungsbewusst und nachhaltig meistern zu können. In nächster Zeit werden die Rettenberger „Grünen“ ein „Positionspapier“ vorlegen, das sich kritisch mit den vorhandenen Sachzwängen beim „Projekt Grünten“ befassen wird. Ziel sei es laut Ludewig/Herlein, realistisch und zielorientiert Lösungen zu finden und Alternativen aufzuzeigen. Barabara Herlein und Gerhard Honold informierten über die aktuellen Sachverhalte und wiesen darauf  hin, dass das Großprojekt nur in Teilbereichen von der Gemeindepolitik bzw. dem Gemeinderat mitgestaltet werden kann. „In all den laufenden Diskussionen muss bewusst zwischen Gestaltung auf Gemeindeebene und Grundsatzfragen differenziert werden“, so Ludewig. Auch in Reihen der Rettenberger „Grünen“ gäbe es noch viel Diskussionsbedarf zur Thematik. „Ziel der Grünen müsse sein“, so Gemeinderat Gerhard Honold, „grundsätzlich alle Bestrebungen in Richtungen sanfter Tourismus zu steuern und mit allen Beteiligten Kompromisse zu erarbeiten, die diese Zielsetzung mittragen wollen“.
„Wir dürfen jedoch nicht vergessen, dass  neben dem Grünten auch weitere, für die Gemeinde relevante und wichtige Entscheidungen anstehen, die derzeit leider untergehen“, so Ludewig weiter. Auch bei den anstehenden, weiteren „Großbaustellen“ im Gemeindegebiet wie Ortsumfahrung, Schwimmbad, Bau der neuen Turnhalle werden sich die Grünen laut Barbara Herlein wie bisher konstruktiv, verantwortungsbewusst und mit dem richtigen Fokus zwischen Umwelt, Mensch und Wirtschaftlichkeit im Gemeinderat einbringen.

 

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