Veranstaltung Bahn und Tourismus am 27.1.2020

30. Jan. 2020 –

Welche Rolle spielt die Bahn im Tourismus und wie kann man die Bahn für den Tourismus besser nutzen? Darüber diskutierte der Landtagsabgeordnete Thomas Gehring mit Prof. Alfred Bauer (Fakultät Tourismus-Management an der FH Kempten), Bernhard Joachim (Geschäftsführer Allgäu GmbH), Klaus Dieter Josel (Konzernbevollmächtigter der Bahn für den Freistaat Bayern), Uli Hüttenrauch (Geschäftsführer Oberallgäuer Tourismus GmbH) und Cora Frank (Geschäftsführerin des Hotel Frank).
Die Podiumsdiskussion moderierte Kreissprecherin und Landratskandidatin Christina Mader, Bündnis 90 / Die Grünen.

„Neun Prozent der Gäste sind im Jahr 2016 mit der Bahn angereist Ein Drittel der Gäste, die mit dem Auto anreisen, lassen das Auto vor Ort stehen.“, so Alfred Bauer. Bahnchef Klaus-Dieter Josel sieht mit Stundentakt, Schneeexpress und zwei Zugpaaren von Dortmund und Hamburg grundsätzlich eine gute Basis für die touristische Nutzung der Bahn im Allgäu als gegeben. Wichtig sei auch, dass der Anschluss an den ÖPNV sichergestellt sein muss.
Zuletzt häuften sich die Beschwerden über Zugausfälle, Verspätungen und mangelnde Barrierefreiheit. Die Barrierefreiheit spiele nicht nur für Menschen mit Behinderung eine wichtige Rolle sondern auch für Familien mit Kinderwägen oder eben Skifahrer und Urlauber. Gehring brachte die Idee der Grünen in die Diskussion ein, die Barrierefreiheit von Bahnhöfen gerade in Tourismusregionen gesondert zu fördern.

Angesichts der Verkehrslawinen, die im südlichen Landkreis regelmäßig für Staus sorgen, ist es für die Grünen dringend notwendig, dass mehr Fahrgäste die Bahn nutzen. „Der Weg muss eindeutig in Richtung eines Verkehrsverbundes gehen - etwa für das südliche Schwaben“, so Mader. „Wir müssen das Bahnthema als Zukunftsthema sehen. Der Bahn kommt angesichts des Klimawandels eine wichtige Rolle zu“, erklärte Gehring. Für ihn hat hier vor allem die Strecke Ulm-Kempten Priorität, auf der es vermehrt zu Verspätungen kommt: „Kempten-Ulm muss dringend elektrifiziert werden“.

Auch das vom Landkreis auf den Weg gebrachte 100 Euro-Ticket für den ÖPNV war ein Thema. Mader betonte, dass sie und die Grünen „voll hinter dem günstigen Ticket stehen“. Der Beschluss des Kreistages sei eindeutig und beinhalte drei Punkte: Das 100 Euro-Ticket als Anreiz, eine Angebotsausweitung und den Weg in Richtung eines Verkehrsverbundes einzuschlagen. In der Runde herrschte Einigkeit, dass es nicht nur um die Bahn, sondern um ein zukunftsfähiges Gesamtkonzept für Urlauber und Einheimische geht. Für Landratskandidatin Mader ist die Mobilitätsfrage eine der wichtigsten Entscheidungen der nächsten Jahre.
Josel erklärte: „Wir brauchen einen Paradigmenwechsel in der Gesellschaft mit einer anderen Haltung zum ÖPNV.“

 

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