Solidarität für die ArbeitnehmerInnen der Fleischindustrie

Grüne unterstützen die Gewerkschaft NGG, die Betriebsräte sowie die KAB

20.04.21 –

Grüne fordern und zeigen Solidarität mit den Beschäftigten in der Fleischindustrie

 

In der Fleischindustrie herrschen größtenteils miserable Arbeitsbedingungen. Zu wenig Lohn, ausbeuterische Arbeitszeiten, katastrophale Unterkünfte, keine Tarifverträge, keine Betriebsräte; wer krank ist, verliert seinen Job. Deshalb arbeiten die Menschen, auch wenn sie krank sind, weiter, auch in Zeiten von Corona. Die Beschäftigten zahlen den Preis für das billige Fleisch in den Discountern.  Das „System Fleischindustrie“ ist menschenunwürdig. Der dringende Handlungsbedarf und die Fakten sind schon lange bekannt; passiert ist bisher viel zu wenig. Damit muss jetzt endlich Schluss sein.

Herr Tönnies hat im Jahr 2020 ankündigt, dass er auf Werkverträge verzichten wird. Aber die Zeit für freiwillige Selbstverpflichtung ist schon lange vorbei. Wir Grüne stehen für gesetzliche Regelungen und erwarten deren konsequente Einhaltung und Überprüfung, um die verheerenden Missstände in dieser Branche zu unterbinden und die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu schützen. Das Wichtigste ist, dass die Beschäftigten im Kernbereich, also beim Schlachten und beim Zerlegen, direkt beim Schlachthof angestellt sein müssen. Werkverträge und Leiharbeit darf es nicht mehr geben und mögliche Aufweichung dieser Regelung muss verhindert werden. Das muss sowohl auf den Mutterkonzern – das Unternehmen selbst – als auch die Subunternehmen gelten. Außerdem ist die Zusammenarbeit und der Austausch zwischen verschiedenen Kontrollbehörden, wie Lebensmittelüberwachung, Gesundheitsämtern und Gewerbeaufsicht massiv zu verstärken. Dafür muss die bayerische Staatsregierung die Behörden mit entsprechendem Personal ausstatten.

Wir unterstützen die Gewerkschaft NGG, die Betriebsräte sowie die Arbeitnehmerorganisation Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) in deren Engagement für bessere Arbeitsbedingungen, gerechtes Einkommen und Mitbestimmungsrecht der Arbeitnehmer*innen.

Bündnis 90/DIE GRÜNEN Kreisverband Kempten und Kreisverband Oberallgäu

Kreissprecherinnen Kempten, Nadja Braun und Evelyn Lunenberg, und die Kreissprecherinnen Oberallgäu, Carolin Schenk und Ulrike Hitzler

Für die Stadtratsfraktion Kempten Barbara Haggenmüller und Erna-Kathrein Groll und für die Kreistagsfraktion Oberallgäu Christina Mader, Ulrike Finkenzeller und Elfriede Roth

Kalender

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AK FRAUENVOLLMACHT

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