Oberallgäuer Grüne sehen in Vorarlberg ein Vorbild für den ÖPNV

04. Mär. 2019 –

Immenstadt/Stein - Was in Vorarlberg in Sachen ÖPNV läuft, wünschen sich die Oberallgäuer Grünen auch für ihre Region. Der Vizepräsident des Bayerischen Landtages Thomas Gehring und die Fraktionsvorsitzende Ulrike Hitzler im Kreistag hatten den Vorarlberger Grünen-Landesrat für Umwelt und Verkehr Johannes Rauch eingeladen um sich das Vorarlberger Verkehrskonzept erläutern zu lassen. Das aktuell Schwarz-Grün regierte österreichische Nachbarbundesland hat in den letzten Jahren ein öffentliches Verkehrsnetz aufgebaut, das inzwischen als vorbildlich gilt. Die Grünen monieren seit Jahren, dass im Oberallgäu zu wenig zur Eindämmung des Individualverkehrs passiert. Aktuell ist ein Nahverkehrskonzept in Arbeit. Ulrike Hitzler konnte in der "Krone" in Stein über 80 Besucher begrüßen - darunter auch Vertreter von Verkehrsunternehmen und Bürgermeister und Kreisräte anderer Parteien.
"Das Rückgrat ist bei uns die Schiene. Darauf aufbauend der Busverkehr in die Fläche", erläuterte Rauch. Das Jahresticket für das ganze Bundesland kostet gerade  mal 365 Euro. Zwischen den Ballungszentren Bludenz und Bregenz verkehren die Züge im Viertelstunden-Takt. Jede Gemeinde abseits der Bahnlinie ist mindestens im 60 Minuten-Takt mit dem Bus bis 20 Uhr abends erreichbar. Die Stadtbusse kommen alle 15 Minuten. Für Rauch heißt das Motto: "Gleiche Lebensbedingungen in der Stadt und auf dem Land". In Infrastruktur wie Bahnhöfe, Haltestellen und Fahrradabstellplätze wurde massiv investiert. Mit positiven Auswirkungen auf die Entwicklung von Kommunen und die Raumordnung. Bei einer Bevölkerungszahl von knapp 390.000 Einwohnern sind aktuell 66.000 Jahrestickets verkauft. Am Wochenende gibt es Nachtzüge für Nachtschwärmer und jugendliche Discobesucher. Die Anschlüsse und der Radtransport in den Zügen funktionieren, die Behindertenfreundlichkeit ist durchgängig gegeben und die Kunden bekommen immer den günstigsten Tarif angeboten - auch per App.
"Ein erfolgreiches Angebot muss schnell, sicher, bequem und zuverlässig sein", so der Grünen-Landesrat. Er sprach von einem "Quantensprung" bei den Nutzerzahlen mit einer Steigerung von jährlich 10%. Das Geheimnis des Erfolges: "Alle Beteiligten müssen sich an einen Tisch setzen, die Ziele definieren und feste Vereinbarungen treffen". Wenn das Angebot da ist, kann man Veränderungen erreichen", erklärte Rauch.
"Von den Vorarlbergern können wir lernen, wie ÖPNV funktioniert“, so Gehring. Er sieht im Ländle "ein Vorbild in welche Richtung auch das Allgäu gehen könnte". Dazu brauche es den politischen Willen aller Beteiligten, den er aber aktuell so noch nicht sieht. Das Oberallgäu habe ähnliche topographische Voraussetzungen wie Vorarlberg. Von einer Bahnlinie mit einem engen Taktverkehr - wie der von den Grünen geforderten "Allgäu-Bahn" - könnte dann über Knotenpunkte die Versorgung der Fläche mit Bussen erfolgen.

 

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