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Grüne stemmen sich gegen den Vollausbau der Kreisstraße Luitharz - Bräunlings

11. Dez. 2020 –

Die momentane Planung im Landratsamt sieht für die OA31 einen Vollausbau dieser Kreisstraße zwischen Luitharz und Bräunlings auf eine Breite von sechs Metern für das Jahr 2023 vor. Dazu soll noch ein befestigter Seitenstreifen für Radler und Fußgänger kommen. Dadurch würde eine deutlich höhere Geschwindigkeit von bis zu 100km/h möglich. Zudem würde dann die Tonnagebeschränkung aufgehoben werden, sodass der Schwerlastverkehr durch Bräunlings zunehmen würde. Des Weiteren befürchten die Grünen hier eine nachteilige Entwicklung von Verkehrsströmen, da eine neue Verkehrsachse Isny-B19 entstehen würde, die faktisch einer Ortsumfahrung von Immenstadt gleichkäme.

Das hohe Verkehrsaufkommen wird in erster Linie zulasten der Bräunlingser Bürgerinnen und Bürger gehen. Dabei ist besonders auf die Kinder der Anwohner Rücksicht zu nehmen, für die ein höheres Verkehrsaufkommen natürlich auch eine erhöhte Gefahr darstellt. Vor allem während des Berufsverkehrs morgens und abends wird Bräunlings zum Nadelöhr, weil die enge Ortsdurchfahrt die vielen Autos kaum bewältigen kann. Kommen noch Lastwagen oder der Schulbus dazu, wird es dazu führen, dass die Hauptrichtung Immenstadt – Luitharz so stark frequentiert ist, dass ein Abbiegen nach links oder rechts in die Wohngebiete kaum möglich sein wird. Dasselbe gilt, wenn man auf die Hauptstraße einbiegen möchte.

Bei der Ausführung eines solchen Vorhabens würde erneut unnötig Fläche verbraucht und das Landschaftsbild beeinträchtigt werden. Eine Straße von sechs Metern Breite wäre in einem beschaulichen Erholungsgebiet völlig überdimensioniert. Mit einer Zunahme der Lärmbelästigung für die Anwohner ist ebenfalls zu rechnen. Die entstehenden Kosten würden die Kreiskasse außerdem unnötig belasten, was zu Coronazeiten eigentlich zu vermeiden wäre. Dieser bisher von der Kreisverwaltung vorgesehenen Planung stehen die Grünen im Orts- und Kreisverband ablehnend gegenüber.

Die Grünen plädieren für eine sinnvolle Alternative zu diesem Gesamtvorhaben, nämlich für eine moderate Sanierung der momentan bestehenden Straße mit einer Breite von nur fünf Metern. Durch eine solche Sanierung würde sich das Verkehrsaufkommen nicht erhöhen und es würde keiner Umfahrung von Bräunlings bedürfen, wie sie vereinzelt schon im Gespräch ist. Von einer solchen Umfahrung wäre wiederum das Seifener Becken betroffen. Laut grünem Stadtrat Johann Lochbihler, scheidet eine Umfahrung von Bräunlings aus, da erst aktuell das Gewerbegebiet Seifen II verkleinert wurde, um die Belastung für diesen Bereich und Umgebung gering zu halten.

Thomas Frey, Kreisrat der Grünen, bemängelt, dass es bei einem Vollausbau der OA31, wie sie für 2023 bereits geplant ist, keines Öffentlichkeitsbeteiligungsverfahrens bedarf. Aus Sicht von Orts- und Kreisverband der Grünen sollte die Bevölkerung in dieser Sache aber dennoch die Chance bekommen, sich in der Planungsphase zu äußern.

Ein Vollausbau der OA31, wie er von Seite der Kreisverwaltung geplant ist, läuft der grünen Grundidee von einem deutlichen Ausbau des ÖPNV im Oberallgäu grundsätzlich entgegen.

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