Mischwald mit Baumarten, die den Klimawandel aushalten!

Rundgang durch den Großen Wald mit Pius Bandte und Dr. Ulrich Sauter

07.09.21 –

„Mischwald mit klimaresilienten Baumarten ist in Zeiten des Klimawandels die einzige Chance, dieses so wichtige Ökosystem stark zu machen gegen Trockenheit, Hitze und Stürme“, lautete eine zentrale Aussage des Försters Dr. Ulrich Sauter. Bei einem Rundgang durch den Großen Wald bei Wertach mit Oberallgäuer Grünen und Pius Bandte, grüner Direktkandidat, verdeutlichte Sauter dies anhand vieler Besonderheiten.

Dabei verwiese er unter anderem auf die Vorzüge der Fichte: Sie ist wenig durch Verbissschäden gefährdet und liefert vorzügliches Bauholz, was der gelernte Zimmerer Bandte bestätigte. „Bauen mit Holz ist doppelt nachhaltig: Ein nachwachsender Baustoff, der auch noch als CO2-Speicher das Klima schützt!“, so der 23-Jährige.

Die Nachteile der Fichte, von den Grünen nachgefragt, werden in der Klimaveränderung immer deutlicher: Als Flachwurzler kann sie Stürmen nicht gut standhalten und sie verträgt Trockenheit und Hitze schlecht. Deshalb sucht die Forstwirtschaft deutschlandweit fieberhaft nach neuen Baumarten wie z.B. Douglasie, Libanonzeder, Baumhasel oder Esskastanie. Für das obere Allgäu hoffen die Forstfachleute, dass der naturnahe und bewährte Bergmischwald mit einem deutlichen Schwergewicht auf Buchen und Tannen die Klimakrise aushalten wird. „ Wir müssen den Bergwald jetzt so gestalten, dass er die nächsten hundert Jahre vital bleibt, schützt und auch den wertvollen Rohstoff Holz liefert“, so Sauter.

Um dieses wertvolle Ökosystem mit hoher Artenvielfalt zu erhalten sind für die meist privaten Waldbesitzer kostenlose Beratung und auch Zuschüsse absolut erforderlich, berichtete Sauter aus seiner langjährigen Berufserfahrung als Forstamtsleiter. Bandte pflichtete dem bei und stellte klar: „Möglichst keine großflächigen Kahlschläge, Totholz für die Artenvielfalt und Mischwald sind erforderlich!“ Zudem könne der Waldumbau nur gelingen, wenn der Wildbestand zur Fläche passt, also eine Balance zwischen Wald und Wild existiere, waren sich Förster Sauter und die Grünen einig.

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