Längeres gemeinsames Lernen

04. Okt. 2018 –

Riezlern - Manchmal lohnt es sich ein paar Kilometer über die Grenze nach Österreich zu schauen, was da besser klappt. Zum Beispiel in der Bildungspolitik. Der Landtagsabgeordnete der Grünen Thomas Gehring besuchte das Schulzentrum in Riezlern im Kleinwalsertal, um sich bei Schulleiter Elmar Grabherr zu informieren, wie das Schulsystem in Vorarlberg funktioniert. In Riezlern sind Volksschule, Mittel- und Realschule, Förderschule und Polytechnische Schule unter einem Dach untergebracht. Etwa 240 Schüler - davon aktuell 11 Förderschüler - werden von 30 Lehrkräften von der ersten bis zur 10. Klasse unterrichtet. Bis zur achten Klasse können die Schüler gemeinsam lernen, bis sie sich für ihren weiteren Bildungsweg entscheiden. In den Klassen 5 bis 8 werden die Schüler in den Hauptfächern von zwei Lehrkräften bereut.
Grabherr stellt beim Rundgang durch das - momentan noch in der Erweiterung befindende - Schulgebäude das pädagogische Konzept vor. In der neuen Schule werden die Klassenzimmer durch sogenannte "Lernlandschaften" ergänzt, um individuell auf die Bedürfnisse der Schüler eingehen zu können. "Schule ist nicht nur Lernort sondern auch Lebens- und Erfahrungsort", so Grabherr. "Wir können hier sehr gut nach Leistungsstärken differenzieren, leistungsgerecht unterrichten und erhalten auch schnell Rückmeldungen von den Schülern".
Gehring zeigte sich beeindruckt von dem Konzept. Hier werde das verwirklicht, was sich die bayerischen Grünen auch für ihr Land wünschen. "Das längere gemeinsame Lernen nimmt Druck raus", so Gehring. In Bayern sei man nicht flexibel genug auch mal ein Jahr Durststrecke zu überwinden. Lieber schließe man Klassen wie aktuell in Oberstaufen. Er verweist auf die von den Grünen geforderte "Öffnungsklausel": Da wo Schule und Kommune es wünschen, sollen zum Beispiel Gemeinschaftsschulen entstehen können.
"Bei uns lässt man lieber eine Hauptschule verhungern, statt Konzepte zum Überleben zu entwickeln. Da können wir von Österreich lernen", so Gehring.
Auch das Thema Inklusion wird in Riezlern groß geschrieben. Elf Förderschüler - auch welche aus dem benachbarten Oberstdorf - werden hier unterrichtet und in den Schulbetrieb integriert. Das Polytechnikum dient der Berufsvorbereitung. "Die kleinen Strukturen und die Übersichtlichkeit, wo jeder jeden kennt, sind unsere Stärke", so Grabherr. Auch Pädagogen aus dem Oberallgäu unterrichten hier, wie die Kreissprecherin der Grünen Christina Mader, die ebenfalls von dem Konzept begeistert ist:
"Als Lehrkraft kannst du hier schnell auf die Bedürfnisse der Kinder reagieren".
 

 

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