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Grüne zeigten den Film "Die Arier"

17. Mai. 2019 –

Immenstadt - Die Oberallgäuer Grünen hatten ins gut besuchte Union-Filmtheater nach Immenstadt zu dem mehrfach preisgekrönten Film "Die Arier" der Regisseurin Mo Asumang mit anschließender Diskussion eingeladen.
Die afrodeutsche Moderatorin und Filmemacherin Mo Asumang begibt sich in ihrem Film auf eine Reise durch die Neonazi-Szene weltweit und geht dabei dem Weltbild unterschiedlicher Gruppen nach. Etwa in persönlichen Gesprächen bei Veranstaltungen der NPD und in den Vereinigten Staaten mit Mitgliedern des Ku-Klux-Klan. Auf ihrer Reise sucht sie - unter anderem im Iran - nach den Ursprüngen des Begriffs „Arier“ und nach Gründen für den Rassenhass. Etwa wie die die Nationalsozialisten und Rassisten weltweit den Begriff "Arier" gekapert haben und ihn für ihre Rassentheorien benutzen, obwohl dieser in keinem Bezug zur "weißen Rasse" steht, sondern als Volksstamm im Iran und Indien beheimatet ist.
Asumang bekam viel Beifall für ihren mutigen Film mit seinen erschreckenden und gleichzeitig entlarvenden Bilder und Aussagen. Nach der Vorführung diskutierten die Regisseurin selbst, die ehemaligen Grünen-Abgeordnete im Bayerischen Landtag Christl Kamm und der Journalist Sebastian Lipp von "Allgäu rechtsaußen" mit dem Publikum. Dabei wurde deutlich, wie rechtes Gedankengut wieder hoffähig geworden ist, Alltagsrassismus in vielen Formen auftritt und die sozialen Medien dazu beitragen, dass sich rechte Hetze weiter ausbreitet. "Die Rechten wollen die Gesellschaft aus dem Gleichgewicht bringen", so Asumang. "Man müsse aufklären und zusammenhalten, wenn wir sehen wie das Gift in die Gesellschaft sickert. Die rechte Szene sei mit internationalen Verbindungen im Allgäu "gut aufgestellt, berichtete Lipp. Er warf der Regierung vor, nicht konsequent genug gegen Rassismus vorzugehen. Angesichts der zahlreicher Straftaten sieht auch Kamm die Politik in der Verantwortung, gegen rassistische und fremdenfeindliche Aktionen vorzugehen und vor allem die Opfer besser zu schützen. "Meine Waffe war das Kommunizieren" so Asumang. Die Antworten seien dann wie Puzzleteile gewesen. Das habe ihr Mut gemacht, als Einzelne durchaus etwas bewegen zu können. Für die Kreissprecherin der Grünen Christina Mader gilt es weiter "klare Kante" gegen jede Art von Rassenhass, Rechtspopulismus und Diskriminierung zu zeigen. Dabei müsse man auch die Szene im Allgäu genau im Auge behalten. Sie rief dazu auf bei der Europawahl Parteien zu stärken, die für ein weltoffenes und buntes Europa stehen.

 

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