Grüne schockiert über Umweltfrevel im Rappenalptal

Eine „Riesensauerei“

18.11.22

Die Oberstdorfer Grünen und der Kreisvorstand der Oberallgäuer Grünen zeigen sich schockiert über das Ausmaß der Zerstörungen von Teilen des Rappenalpbaches im Rappenalptal bei Oberstdorf. Für die Kreissprecherin Carolin Schenk „die schlimmste Naturzerstörung der letzten Jahre im Oberallgäu“. „Dass ein solch wertvoller Lebensraum – ausgerechnet von einer Alpgenossenschaft - zerstört  wurde, ist unfassbar“. Unverständlich für den Kreisvorstand auch, dass in der Bauphase niemand etwas gemerkt, bzw. seine Beobachtungen an die zuständigen Behörden gemeldet hat. Über ca. 1,6 Kilometer ist der Wildbach durch nicht angemeldete Baggerarbeiten zu einer Steinwüste verkommen und durch das Aufreißen der Bachsohle teilweise komplett versickert. Flora und Fauna sind über Jahre zerstört. „Eine Riesensauerei – und das in einem Gebiet mit strengstem Schutzstatus, dem Naturschutzgebiet Allgäuer Hochalpen“, empört sich der Oberstdorfer Ortssprecher Simon Wiesinger. Die Grünen fordern eine lückenlose Aufklärung und eine rechtliche Verfolgung der Verantwortlichen. Die Regierung von Schwaben und das Landratsamt Oberallgäu müssten nun auf Kosten der Verursacher für eine bestmögliche Renaturierung sorgen. „Ein massiver Schaden für die Umwelt und ein Schaden für ganz Oberstdorf“, will die Ortssprecherin und dritte Bürgermeisterin  Bergith Hornbacher-Burgstaller das Thema auch im Gemeinderat aufgearbeitet haben.

Pressemitteilungen von Thomas Gehring:

Thomas Gehring: Grüner Antrag zur lückenlosen Aufklärung des Eingriffs im Rappenalpbach erfolgreich

Immenstadt/Oberallgäu, 24.11.2022 - Der Umweltausschuss des Bayerischen Landtags hat heute einstimmig dem Antrag von Bündnis 90 / Die Grünen zugestimmt. Darin forderte der Allgäuer Landtagsabgeordnete Thomas Gehring gemeinsam mit seiner Fraktion die Staatsregierung auf, die Vorgänge, die zur Zerstörung des Rappenalpbachs im Naturschutzgebiet „Allgäuer Hochalpen“ führten, lückenlos aufzuklären und dem Landtag über die Ergebnisse zu berichten. Auch die ökologischen Schäden an Fauna und Flora, sowie die Lebensraumtypen am Rappenalpbach müssen ermittelt werden.

In einer Antwort der Staatsregierung auf eine Anfrage von Thomas Gehring wird deutlich, dass zwischen der Alpgenossenschaft und der unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt Oberallgäu Unterhaltungsmaßnahmen zur Beseitigung von Folgen eines Starkregenereignisses/Schlagwetters im August 2022 besprochen wurden. „Jetzt muss detailliert geklärt werden, was, wann genau und in welcher Form besprochen wurde und wie es dann zu dieser weiträumigen Zerstörung von ökologisch wertvollen Flächen und natürlichem Bach gekommen ist.“ erklärt Gehring.

Zerstörung im Rappenalptal muss lückenlos aufgeklärt werden

Immenstadt/Oberallgäu, 22.11.2022 - Nachdem sich der Allgäuer Landtagsabgeordnete Thomas Gehring, Bündnis 90 / Die Grünen vor Ort persönlich ein Bild vom Eingriff in den Rappenalpbach gemacht hatte, sieht er die Staatsregierung in der Pflicht: „Ich will genau wissen, was da schief gelaufen ist,“ erklärt Gehring und stellte eine Anfrage an die Staatsregierung, um zu erfahren: Welche Behörden waren über die Maßnahmen im mehrfach geschützten Rappenalptal informiert? Wer konkret war der Auftraggeber für die Begradigung des Wildbachs? Gab es irgendeine Form der Rückmeldung an die Behörden aus der Bevölkerung oder von den im Gebiet befindlichen Behördenvertreter*innen, die zu deren Intervention hätten führen können?

Die Vorgänge, die zur Zerstörung des Rappenalpbach im Naturschutzgebiet "Allgäuer Hochalpen" geführt haben, müssen lückenlos aufgeklärt werden. Die ökologischen Schäden an Fauna und Flora am Rappenalpbach müssen ermittelt und soweit möglich rückgängig gemacht werden.

Gemeinsam mit seiner Fraktion fordert Thomas Gehring in einem Dringlichkeitsantrag, dass Umweltminister Glauber am Donnerstag im Umweltausschuss des Bayerischen Landtags Rede und Antwort zu der Zerstörung des Rappenalpbachs steht.

 

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