Frischer Wind und politische Erfahrung

Oberallgäuer Grüne wählen zwei Frauen an die Spitze

25. Mär. 2021 –

Die Oberallgäuer Grünen bleiben sich treu. Einvernehmlich erfolgte ein Wechsel an der Vorstandsspitze: Carolin Schenk aus Sonthofen und Ulrike Hitzler aus Waltenhofen bilden nun die weibliche Doppelspitze des Kreisverbandes mit „frischem Wind und politischer Erfahrung“, wie Hitzler es ausdrückte. Mit Kassiererin Ruth Meuchelböck und Kreissprecher Ulli Leiner scheiden gleich zwei wichtige Grüne aus dem Kreisvorstand aus. Beide wurden gebührend mit digitalem Applaus und passenden Präsenten verabschiedet.

Schenk, die schon im November bei Nachwahlen für die Fraktionsvorsitzende im Kreistag Christina Mader als Kreissprecherin nachrückte, wurde in ihrem Amt bestätigt. Sie zog trotz der Einschränkungen durch Corona eine positive Bilanz der Kreisverbandsaktivitäten, die meist digital ablaufen. Zum Weltfrauentag habe man eine Dankeschön-Aktion für Rätinnen und Ortsprecherinnen im Kreisverband durchgeführt. Aktuell stehe vor allem die Elektrifizierung der Allgäuer Bahnstrecken auf der Tagesordnung. Mit batterieelektrischen Zügen könnten Strecken ohne Oberleitung überbrückt werden. „Wir müssen raus aus dem Dieselloch“, so Schenk. Dabei sei es falsch, bei der Bahn auf Wasserstoff zu setzen.

Die langjährige Vorsitzende der Kreistagsfraktion und dritte Bürgermeisterin von Waltenhofen Ulrike Hitzler wurde zur gleichberechtigten Sprecherin gewählt. Neben der Verkehrs- und Energiepolitik lege sie Wert auf Reduzierung des Flächenverbrauchs. Wichtig sei dabei, die Zusammenarbeit der Grünen in den verschiedenen Gemeinde- und Stadträten noch weiter zu verbessern.

Die scheidende Kassiererin Ruth Meuchelböck könnte die soliden Finanzen an ihren frisch gewählten Nachfolger Magnus Wucher aus Waltenhofen übergeben. Als Beisitzer wurden Miriam Heberle aus Sonthofen, Heinrich Bonert aus Oberstdorf, Thomas Meuchelböck und Andreas Amann (beide Immenstadt) gewählt. „Gut aufgestellt“, so das Fazit der beiden Vorsitzenden, seien die Grünen im Oberallgäu – auch mit Blick auf die bevorstehende Bundestagwahl. „Wir sind die Partei, die den Gestaltungswillen für die Zukunft hat“, so Schenk. Es gelte, regionale Wirtschaftskreisläufe zu stärken und den Tourismus wieder in Gang zu bringen, „ohne neue Großprojekte“.

Der Vizepräsident des Bayerischen Landtages Thomas Gehring informierte aus dem Landtag. Bei der so genannten „Maskenaffäre“ sieht er „ein eindeutiges CSU-Problem und den üblichen schwarzen Filz“. „Die Grünen haben in der Vergangenheit genügend Vorschläge für mehr Transparenz gemacht, die Nebentätigkeiten klar aufzulisten“, so Gehring. Die aktuellen Vorfälle fügten der parlamentarischen Demokratie großen Schaden zu. Bei Corona fahre die Fraktion einen „vorsichtigen Kurs“. Gleichzeitig kritisiere man die Managementfehler der Regierung von der Ausstattung der Gesundheitsämter bis zu den Schulen. “Es bringt nichts, ständig neue Öffnungen zu versprechen, die dann nicht eingehalten werden können“, so Gehring.

Mit dieser Versammlung geht der Kreisverband optimistisch und gestärkt in die Vorbereitungen zur Bundestagswahl. „Die guten Grünen-Ergebnisse von Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz haben noch mal für Rückenwind gesorgt“, sind sich Hitzler und Schenk einig. Die Wahl im September sei eine Richtungsentscheidung für mehr Kilmaschutz und eine Energie- und Verkehrswende.

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