Dringlichkeitsantrag für mehr Energieunabhängigkeit

Grüne Kreistagsfraktion Oberallgäu

17.05.22 –

Die aktuelle politische Situation, ausgelöst durch die Ukrainekrise, führt die Dringlichkeit des Handlungsbedarfs für mehr Energieunabhängigkeit deutlich vor Augen. „Auch wir im Oberallgäu müssen unseren Beitrag dazu leisten, Energie massiv einzusparen und die Selbstversorgung stärker voranzutreiben.“, begründet die Fraktionsvorsitzende Christina Mader den Dringlichkeitsantrag im Klima-Ausschuss des Kreises. Sechs Forderungen sollen die Energieunabhängigkeit beschleunigen. Zum einen soll eine stärkere finanzielle Unterstützung für den Ausbau der unabhängigen Energieberatung dabei helfen, die drängendsten Anfragen aus der Bevölkerung und der Industrie ab zu decken. Zusätzlich soll eine Telefonhotline für eine schnelle, kostenfreie und unbürokratische Kurzberatung zu Energie- oder Klimaschutzthemen eingerichtet werden.

„Auch die Mitfahr-App begrüßen wir ausdrücklich, jetzt muss sie auch mit Hilfe des Kreises bei den Unternehmen fixer Bestandteil der Pendlermobilität werden und bis Kempten hinein wirksam werden“, so der Kreisrat Sebastian Hartmann. Zum anderen solle man wie beispielsweise die Landkreise Mainz-Bingen und Steinfurt ein pragmatisches Förderprogramm für private Hausbesitzer auflegen. „Materialkosten für Dämmmaßnahmen, Anschaffungskosten für Lastenräder und Balkon / Stecker-PV-Modulen sowie die Dachvollbelegung mit PV-Modulen müssen im angemessenen Rahmen gefördert werden, um einen Anreiz zum Umdenken und zur Investition zu setzen.“, erläutert Hartmann näher. „Gerade in diesen Bereichen sind die Preise in letzter Zeit gestiegen und selbst geringe Förderungen ohne lange Antragsverfahren haben einen großen Hebel, Einsparungen zu erzielen.“ Um künftig die Sanierungen bewältigen zu können, soll der Landkreis auch eine Kampagne für die Stärkung des Handwerks erarbeiten, die gezielt Werbung für Handwerksberufe machen soll. „In den nächsten Jahren werden viele Handwerksbetriebe aufgrund des Fachkräftemangels aufhören. Wir schaffen die Wärmewende aber nur, wenn stetig weiter saniert wird und schon jetzt gibt es zu lange Wartezeiten.“, führt Mader eine weitere Forderung aus, die genauso entscheidend zur Energieautarkie beiträgt wie auch der Ausbau der Windkraft. Hier muss der Landkreis entschiedener beim Regionalen Planungsverband auftreten. Zum Schluss möchte die Grüne Fraktion erneut darauf verweisen, dass das Motto „Keine Aufgabe ohne Auftrag“ in dieser außerordentlichen Lage den Kreis nicht weiterbringt.

Hier geht es zum Dringlichkeitsantrag

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