Grüne feiern Kommunalwahlergebnis

Immenstadt/Stein - Grund zum Feiern gab es für die Grünen im Landkreis Oberallgäu und in Kempten. Alle KandidatInnen und WahlhelferInnen waren eingeladen um die guten Ergebnisse der Kommunalwahl zu feiern. Die Kreissprecher Elfriede Roth (Oberallgäu) und Uwe Vry (Kempten) und die Landratskandidatin Ulrike Hitzler bedankten sich bei allen, die sich am Wahlkampf beteiligt und durch ihre Unterstützung mit zu dem guten Resultat beigetragen hatten und gratulierten zu den Neu- und Wiedergewählten zu ihrem Einzug in die Kommunalparlamente. Besonderer Dank ging an die Oberbürgermeister-, Landrats- und BürgermeisterkandidatInnen in Kempten und im Oberallgäu für ihren großen Einsatz und den engagierten Wahlkampf. Ein großes Dankeschön ging auch an den stellv. Landrat Heinz Möschel - der für die kommende Legislaturperiode nicht mehr angetreten war - für seine langjährige politische Arbeit im Kreistag und im Gemeinderat. Ebenso an die langjährige Kreisrätin und Kreissprecherin Hannelore Zetzmann, die aus dem Kreistag ausscheidet.

Energietour: Pumpspeicher

Die beiden Grünen Allgäuer Landtagsabgeordneten Ulli Leiner und Thomas Gehring sowie ihr Fraktionssprecher Ludwig Hartmann machten im Rahmen ihrer jährlichen Energietour Station im Oberallgäu. Auf dem Gemeindegebiet Oberstaufen besichtigten sie gemeinsam mit Bürgermeister Walter Grath und dem Projektleiter des AÜW, Thorsten Häusler einen möglichen Standort für das Pumpspeicherkraftwerk. Es soll als Puffer dienen, um die fluktuierende Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien sinnvoll zu nutzen. Hierfür werden zurzeit mehrere mögliche Standorte genauer untersucht.
 
Anschaulich erklärte der Oberstaufener Bürgermeister Walter Grath die genauen Standorte des Speichers im Tal. Er teilte mit, dass sowohl für den Oberbecken- als auch den Unterbeckenstandort bereits Gespräche mit den Grundstückseigentümern stattfinden.
Ulli Leiner interessierte sich vor allem für die nötige Zuwegung, die für das Vorhaben angelegt werden muss. Ziel müsse es sein, den Eingriff in die Natur möglichst gering zu halten, so der Allgäuer Abgeordnete. Einigkeit herrschte darüber, dass im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung und einer klimafreundlichen Energieerzeugung bestimmte Natureingriffe vertretbar seien. „Dennoch werde der Aufsichtsrat des AÜW einem Bau wahrscheinlich nicht zustimmen, solange dieses Pumpspeicherkraftwerk nicht rentabel zu betreiben sei“, betonte Aufsichtsratsmitglied und dritter Bürgermeister von Immenstadt, Werner Oppold.
Die drei Grünen Abgeordneten sind überzeugt, dass es wenig Sinn macht, über einzelne Standorte zu diskutieren solange es kein bayernweites Kataster für Pumpspeicherkraftwerke gebe.

„Wir wollen mit unserer Energietour den Kommunen signalisieren, dass wir weiter an der Umsetzung der Energiewende arbeiten und so mit dem notwendigen Rückenwind die regionalen und innovativen Projekte unterstützen werden“, betonte Fraktionsvorsitzender Ludwig Hartmann.

Grüne mit Kommunalwahl zufrieden

Oberallgäu - Die Oberallgäuer Grüne sind mit dem Kommunalwahlergebnis zufrieden. "Wir konnten im Kreistag und in allen Gemeinden - Sonthofen, Immenstadt, Oberstdorf, Rettenberg, Blaichach, Waltenhofen und Weitnau - die Mandate von 2008 halten", so Kreissprecherin Elfriede Roth, obwohl einige langjährige Kreis- und Gemeinderäte nicht mehr angetreten seien. In Hindelang und Fischen habe man zusammen mit der SPD zum ersten Mal einen Fuß in die den Gemeinderat bekommen. Ebenfalls positiv sehen die Grünen, dass in Blaichach mit Christoph Endreß und in Immenstadt mit Armin Schaupp von den Grünen mit unterstützten Kandidaten zum Bürgermeister gewählt wurden. Insgesamt wurden im Kreistag und den oben stehenden Gemeinden über grüne oder gemeinsame Listen 30 Mandate errungen, davon erfreulicherweise 14 Frauenplätze. Schade allerdings, dass es in Immenstadt mit der Grünen Miriam Schnitzler wieder nur eine Frau in den Stadtrat geschafft hat.
Bei Ulrike Hitzler als Landratskandidatin und Ingrid Fischer als Bürgermeisterkandidatin in Sonthofen hätten sich die Grünen gerne ein zweistelliges Ergebnis gewünscht, was knapp verfehlt wurde. "Es ist immer schwierig aus einer kleineren Partei heraus für Spitzenämter zu kandidieren", so Hitzler. Trotzdem sei es wichtig hier mit Personen für grüne Themen zu stehen und diese in die Öffentlichkeit zu tragen. Fischer findet es sehr schade, dass sich der Zuspruch, den sie im Wahlkampf erfahren hat, nicht stärker bei den Bürgermeisterstimmen niedergeschlagen hat. Roth dankte den beiden Kandidatinnen für ihr Engagement und betonte, dass "ihr Einsatz sich auch in den guten Kreistags- und Stadtratsergebnissen widerspiegle".

Neue Grüne Landtagsfraktion

Die am Sonntag gewählte Grünen-Fraktion für den Landtag weist eine Menge neue Gesichter auf, darunter unseren Kandidaten Ulli Leiner aus Sulzberg. Wiedergewählt ist Thomas Gehring für den Wahlkreis Kempten. Wir gratulieren allen "Alten" und "Neuen" zu ihrem Ergebnis und wünschen ihnen viel Erfolg für die nächsten 5 Jahre Landtagsarbeit.