Aktuelles
Barbara Lochbihler MdEP am Oberjoch - Führung durch das Kematsrieder Moor
Oberjoch | pm | Über die Erfolge beim Schutz der Allgäuer Moore konnte sich die Europaabgeordnete der GRÜNEN Barbara Lochbihler bei ihrem Besuch am Oberjoch überzeugen. Julia Wehnert – Geschäftsführerin der Bund Naturschutz (BN) Kreisgruppe Kempten-Oberallgäu – erläuterte der Abgeordneten bei einer Führung durch das Kematsrieder Moor, welche Ergebnisse schon erzielt wurden und welche weiteren Maßnahmen anstehen.
Bereits vor 30 Jahren hatte der BN den Grundstein für den Schutz der Moore im Oberallgäu gelegt. Im vergangenen Jahr wurde unter der Trägerschaft des BN die Gebietsbetreuung Allgäuer Moore eingerichtet. Die Arbeit der Gebietsbetreuer wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds, des Bayerischen Naturschutzfonds und aus BN-Vereinsgeldern gefördert. Mit der “Allgäuer Moorallianz“ kann nun die Arbeit in größerem Stil fortgeführt werden. Eingebunden sind die Landkreise Oberallgäu, Lindau und Ostallgäu. Das Konzept hatte zuletzt auch beim Bundeswettbewerb für „Naturschutzgroßprojekte im ländlichen Raum“ gewonnen.
„Moore sind das einzige Land-Ökosystem, das CO2 dauerhaft einlagern kann“, erläuterte Wehnert den Beitrag der Moore für den Klimaschutz. Nach dem Artenschutz und der Funktion als Wasserspeicher rücke bei den Moorsanierungen nun auch dieser Aspekt verstärkt ins Blickfeld. Gerade im internationalen Jahr der biologischen Vielfalt sei es notwendig, auf die Bedeutung der Moore hinzuweisen, zeigte Lochbihler sich von deren vielfältigen Funktionen beeindruckt. Für die aus dem Ostallgäu stammende Abgeordnete ist „richtig und wichtig“, dass dies auch mit europäischen Geldern unterstützt wird. „Natur- und Artenschutz haben auch wirtschaftliche Aspekte“, betonte Lochbihler. Eine europäische Arbeitsgruppe habe festgestellt, dass jeder sechste Arbeitsplatz betroffen ist, wenn das Artensterben nicht gestoppt wird.







